Den passenden Taufspruch finden

Ein Bibelvers, der durchs Leben begleitet

taufpruch.de - In drei Schritten zum passenden Bibelvers

taufpruch.de - In drei Schritten zum passenden Bibelvers

Bild: ELKB

Die Geburt eines kleinen Erdenbürgers ist von vielen guten Wünschen begleitet: Fröhlich soll er sein, mutig und liebevoll… All diese Hoffnungen können ihren Ausdruck im Taufspruch finden.

„Ben ist so ein glückliches Kind, ich möchte, dass er sich diese Unbeschwertheit bewahrt!“ – „Maria wäre fast bei der Geburt gestorben. Das Wichtigste ist, dass sie behütet bleibt“. „Mein Gottvertrauen hat mich durch schwere Zeiten getragen. Hoffentlich geht es David genauso.“ – „Paul soll sich nicht unterkriegen lassen und mutig seinen Weg gehen.“ Die Wünsche, die kleine Kinder begleiten, sind sehr unterschiedlich und hängen sehr mit der Persönlichkeit und den Erfahrungen der Eltern zusammen.

In der Taufe werden diese Wünsche vor Gott gebracht. Gott soll den kleinen Erdenbürger auf seinem ganz eigenen Weg durch das Leben begleiten. Wie zu den anderen großen Lebensfesten – Konfirmation und Trauung – bekommt auch der Täufling in der Evangelischen Kirche einen Bibelvers mit auf seinen Weg - eine Art biblisches Motto, das über seinem Leben steht. Dieser Spruch soll ihn durch Höhen und Tiefen begleiten und ist Ausdruck dessen, was sich seine Eltern für ihr Kind erhoffen und von Gott erbitten: Bewahrung und Schutz, Stärkung und Kraft in schwierigen Zeiten.

Der Spruch kann tiefes Gottvertrauen ausdrücken oder auch eine Aufforderung und Ermutigung zum guten Leben. Zahlreichen Menschen ist ihr Konfirmationsspruch zum Trost in schweren Lebenslagen geworden, viele Paare erinnern sich nach Jahrzehnten noch gerne an den Bibelvers, der ihnen zur Hochzeit zugesprochen wurde. Und auch der Taufspruch gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Schön ist es, wenn der Taufspruch von Eltern und Paten gemeinsam ausgewählt wird. Dabei kommt es nicht selten zu tiefen Gesprächen über das Leben, über Werte, Erziehung, über Gott und die Welt. Folgende Fragen können dabei leiten:

  • Welche Werte sind uns in unserem Leben so wichtig, dass wir sie an unser Kind weitergeben wollen?
  • Was ist uns am Glauben wichtig? Was erhoffen wir uns von Gott?
  • Was verstehen wir unter Liebe?
  • Wenn es nach uns ginge - Wie soll unser Kind durchs Leben gehen?

Seit neuestem bietet das beliebte Portal taufspruch.de, die Gelegenheit, sich spielerisch solchen Fragen anzunähern. In drei Schritten können hier Eltern zu einer Vorauswahl an Bibelsprüchen gelangen, aus der sie den Bibelvers für ihr Kind auswählen können. Kurze Erläuterungen zu den einzelnen Sprüchen helfen, sie besser einzuordnen und den richtigen Bibelvers zu finden. Ebenso besteht die Möglichkeit, jeden Vers in vier verschiedenen Bibelübersetzungen zu lesen. Ein Klick genügt, um eine Onlinebibel an der entsprechenden Stelle aufzuschlagen. Bei Rückfragen hat der Nutzer die Gelegenheit, sich direkt an einen der Redakteure zu wenden.

Doch wie erfährt das Kind von seinem Taufspruch?

Manche geschickte Paten halten den Taufspruch auf der Taufkerze fest. Im Religionsunterricht werden Schülerinnen und Schüler nach ihrem Taufspruch gefragt. Manchmal erzählen auch die Eltern den Kindern, wenn sie größer geworden sind, was sie sich bei der Wahl des Spruches gedacht haben. Oft aber ist der Spruch eher eine Hilfe für die Eltern als für die Kinder. Er erinnert sie daran, was ihnen damals wichtig war und was sie ihren Kindern mitgeben wollten. Und sollte er einmal in Vergessenheit geraten: Im Stammbuch ist der Taufspruch ganz bestimmt eingetragen und kann nachgelesen werden.


08.07.2014 / Anne Lüters
drucken