Taufe

Das Taufgespräch

Mutter hält Baby im Taufkleid im Arm

Alleinerziehende Mütter brauchen besondere Zuwendung im Taufgespräch.

Bild: iStockPhoto / SilviaJansen

Eltern, die ihr Kind oder sich selbst taufen lassen möchten, müssen klären, wie das Fest eigentlich aussehen soll. Erst dann können sie in die nächste Vorbereitungsphase gehen: ins Taufgespräch.

Wenn Sie Ihr Kind oder sich selbst taufen lassen wollen, gilt es zunächst einen geeigneten Termin zu finden. Dazu sollten Sie sich vorher einige Gedanken machen: Würden Sie ihr Kind lieber in einem Gemeindegottesdienst taufen lassen oder im kleinen Kreis der Familie? Sind Sie eine große Taufgesellschaft mit vielen Kindern, die sich in einem Hauptgottesdienst vielleicht langweilen könnten und ziehen deshalb die Taufe in einem Familiengottesdienst oder einen eigenen Taufgottesdienst vor? Oder haben Sie nur wenige Gäste und sind froh um die Unterstützung der Gemeinde?

Es empfiehlt sich auch, sich im Vorfeld nach den Gepflogenheiten der Kirchengemeinde zu erkundigen: Wird in dieser Gemeinde nur an bestimmten Tagen getauft? Gibt es Taufsamstage, an denen mehrere Täuflinge zusammen getauft werden? In manchen Gemeinden gibt es  auch Kirchenvorstandsbeschlüsse, nach denen nur im Hauptgottesdienst getauft wird.

Wenn Sie diese Fragen geklärt haben, setzen Sie sich bitte möglichst rasch mit dem Pfarramt Ihrer Heimatgemeinde in Verbindung und legen Sie gemeinsam mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin einen Tauftermin fest. Es kann gut sein, dass der Wunschtermin nicht möglich ist, darum sollten Sie bereits Alternativen überlegt haben.

Mehr zum Thema

Das Taufgespräch: Reden über Gott und die Welt

Einige Wochen vor der Taufe selbst wird die Pfarrerin oder der Pfarrer einen Termin mit Ihnen vereinbaren, um das Fest in Ruhe besprechen zu können. Dieses Taufgespräch ist eine gute Gelegenheit, sich kennen zu lernen: Sie können den Pfarrer „beschnuppern“ aber auch dieser möchte wissen, wer das neue Gemeindeglied und seine Eltern sind.

So werden in dem Gespräch erst einmal Sie im Mittelpunkt stehen: Bei der Kindertaufe die Geburt, Ihre Tochter oder Ihr Sohn, die neue Situation in der Familie und der Entschluss, ihr Kind taufen zu lassen. Auch Ihre Fragen an die Kirche und zur Taufe haben hier ihren Platz. Dabei ist es wertvoll, wenn neben den Eltern auch die Patinnen und Paten bei dem Vorgespräch dabei sind.

Sie werden eine wichtige Funktion haben – im Taufgottesdienst und im Leben Ihres Kindes. Oft wird das Taufgespräch zum engagierten Gespräch über Gott und die Welt, an dem alle Beteiligten ihre Freude haben.

Beteiligung erwünscht

Natürlich geht es in diesem Gespräch auch um den Ablauf des Taufgottesdienstes. Bei vielen Elementen können Sie die Feier mitgestalten. Schon im Vorfeld können Sie sich überlegen, wer aus Ihrer Verwandtschaft Lust eine Lesung oder Fürbitte übernehmen könnte und welche Lieder Sie gerne singen würden.

Auch Ihr Pfarrer oder Ihre Pfarrerin wird ihnen dazu Vorschläge machen - falls Sie nicht auch selber schon eigene Ideen haben. Je intensiver sich die Taufgesellschaft an der Gestaltung der Taufe beteiligt, desto persönlicher und schöner wird der Gottesdienst. Auch die Fragen nach dem Fotografieren im Gottesdienst, der Gestaltung eines Liedblattes oder der Verwendung der Kollekte können angesprochen werden.

Meine Gemeinde vor Ort

Ein Zuspruch fürs Leben

Ein wichtiger Teil des Gespräches ist die Auswahl des Taufspruches. Dieser biblische Vers soll den Getauften oder die Getaufte ein Leben lang begleiten. Die Auswahl des Taufspruches bietet Ihnen die Gelegenheit, zu formulieren, was Sie Ihrem Kind für das Leben mitgeben wollen. Gerne berät Sie auch Ihr Pfarrer oder Ihre Pfarrerin bei der Entscheidung.

Bitte halten Sie zu diesem Gespräch die Geburtsurkunde des Täuflings bereit. Die Standesämter stellen bei Geburten in der Regel eine Bescheinigung "für religiöse Zwecke" aus. Bei erwachsenen Taufinteressenten ist das Familienstammbuch ausreichend. Sollten Sie vor dem Gespräch das Anmeldeformular zur Taufe schon erhalten haben, füllen Sie es bitte zum Gespräch aus.


12.03.2014 / Anne Lüters