Taufe

Gestaltung der Tauffeier

Das Bild zeigt einen festlich gedeckten Tisch

Eine schöne Tauffeier will gut geplant sein - Taufplanerin Petra Hirscher verrät, woran man alles denken muss

Bild: Fotolia / doris oberfrank-list

So wird es ein schönes Fest: In ihrem Ratgeber „Unser Taufplaner“ verrät die Augsburger Autorin Petra Hirscher, was man alles beachten muss, damit die Tauffeier zum Erlebnis wird.

Im Interview mit bayern-evangelisch.de stellt die Verfasserin erfolgreicher Ratgeber und Fachbücher zu Feiern, Familie und Gesundheit die wichtigsten Eckdaten für eine tolle Taufe zusammen:

Frau Hirscher, Sie sind Autorin des Ratgebers „Unser Taufplaner – Für ein rundum gelungenes Fest vom Taufgespräch bis zur Dankeskarte“. Womit beginnt man denn am besten, wenn man ein Tauffest plant?
Hirscher: „Mit der richtigen Einstellung: Es ist wichtig, mit Ruhe und Besonnenheit an die Planung eines so wichtigen Festes wie der Taufe heranzugehen; nur zu schnell arten Taufvorbereitungen tatsächlich in Stress für die Eltern aus und das muss nicht sein. Am besten startet man zwölf Wochen vor der Taufe mit der Planung, dann hat man genügend Zeit und Muße, um die wichtigsten Fragen zu klären.“

Zum Beispiel?
Hirscher: „Welches Menü soll für die Taufe gezaubert werden? Welcher Veranstaltungsort soll es sein? Welche Kleidung soll getragen, wie viele und welche Helfer eingesetzt werden? Wer soll als Taufpate fungieren? Welcher Taufspruch soll gewählt werden? Wer soll alles zur Tauffeier eingeladen werden? Wer soll Taufpfarrer sein? Wer eine Tauffeier plant, sollte sich eine regelrechte Checkliste machen und in Ruhe über alles nachdenken.“

Warum sollte man darauf achten, nicht alles alleine machen zu wollen, sondern unbedingt auch Helfer einzusetzen?
Hirscher: „Weil es einfach am schönsten ist, wenn Vater und Mutter sich entspannt um die Gäste kümmern und das Tauffest nicht gestresst und ohne innere Unruhe genießen können. Deshalb sollte man sich keinesfalls davor scheuen, Hilfe zu organisieren – das schont die Nerven! Außerdem ist es eine wunderbare Erfahrung, wenn man auf ausreichend Unterstützung aus Freundes- und Bekanntenkreis und/oder Nachbarschaft zurückgreifen kann. Klar ist das auch nicht immer machbar. Wo sich Privathilfe als schwierig erweist, sollte man durchrechnen, wie viel leichter der große Tag wird, wenn man sich professionelle Unterstützung sichert.“

Die Form der Feier ist ohnehin ja eine Frage der Finanzierung.
Hirscher: „Ja. Man muss sich einfach fragen: ,Was sind unsere Wünsche und welches Budget haben wir zur Verfügung bzw. möchten wir investieren? Soll es eine kleine Zusammenkunft werden oder die große Party? Auf dieser Basis muss ein Kostenplan erstellt werden, wobei letztendlich nicht auf Euro und Cent genau zu sagen ist, wie teuer die Taufe wird. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch Pi mal Daumen-Angaben; für ein festliches Essen im Restaurant muss man pro Person mit etwa 40 Euro rechnen, Raummiete, Service und Gedecke sind dabei im Preis inbegriffen. Zieht man einen Party-Service in Erwägung, kann der Preis schon ab 30 Euro beginnen. Servicemitarbeiter und Gedecke in Form von Servietten und Besteck zahlt man dann extra, oft auch die Anlieferung. Am besten, man holt rechtzeitig verschiedene Angebote ein, um in aller Ruhe sämtliche Preise und Leistungen miteinander zu vergleichen.“

Was sich auch unbedingt für die Wahl desjenigen empfiehlt, der neben den Bildern im Herzen in Form von Erinnerungen Bilder auf die Hand macht: der Fotograf.
Hirscher: „Absolut. Die Aufnahmen vom Tauffest sind für die Eltern von immens großer Bedeutung. Auf der Suche nach einem professionellen Fotografen sollte man mindestens drei Fotografen ansprechen und dabei sowohl auf persönliches Auftreten als auch auf die Arbeit achten. Wirkt alles sympathisch? Man sollte darum bitten, ein ganzes Taufalbum vorab sehen zu dürfen, aber nicht die ,Best-Of-Collection‘. Wichtig ist auch, vorher abzuklären, welche Motive man für die Taufe will und wie oft, den Fotografen auch selbst erzählen zu lassen, wie er im Falle eines Engagements fotografieren würde. Damit wird sehr schnell klar, ob der Fotograf dieselbe Vorstellung für die Kindertaufe teilt, wie der Auftraggeber. Man sollte seinem eigenen Bauchgefühl vertrauen, auch bei einem Profi-Videofilmer!“

Frau Hirscher, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

Zur Person

Petra Hirscher, Bild: © ELKB

Petra Hirscher

Petra Hirscher ist Autorin zahlreicher Ratgeber und Fachbücher. Unter anderem hat sie den Ratgeber "Unser Taufplaner - Für ein rundum gelungenes Fest vom Taufgespräch bis zur Dankeskarte" verfasst.


12.03.2014 / Almut Steinecke